
„Der Schuh ist um vier Uhr nachmittags noch genauso groß wie um acht Uhr morgens. Der Fuß nicht.“ – Orthopädin (54) führt das Werk ihres Vaters fort: der weiche, flache Schuh für Füße, die abends anschwellen. Mit Venenspezialisten und über 1.500 Patienten entwickelt.
In einem Behandlungszimmer in München-Schwabing hängt ein Schwarz-Weiß-Foto an der Wand: ein Mann in weißem Kittel, gebeugt über einen Fuß. Es zeigt Hans Gilbert, 40 Jahre lang Orthopäde in diesem Viertel. Seine Tochter Petra, heute Fachärztin für Orthopädie, hat seine Entlastungssohle zu Ende entwickelt. Und dann hat sie etwas entwickelt, was ihr Vater nie in Händen hielt: einen Schuh für Füße, die über den Tag dicker werden. Wir haben sie in ihrer Praxis besucht.
Dr. med. Petra Gilbert (54) in ihrer orthopädischen Praxis in München. An der Wand das Foto ihres Vaters, in der Hand der Schuh, um den es hier geht.
„Ich habe diese Füße schon als Kind gesehen“
München, im September. Petra Gilbert sitzt an ihrem Schreibtisch und zeigt auf das gerahmte Foto hinter sich. „Das ist mein Vater. Hans Gilbert. Nachmittags nach der Schule habe ich bei ihm im Wartezimmer Hausaufgaben gemacht.“
Gesehen hat sie dort vor allem Füße: einen Maurer, der sich nachmittags vorbeugte und den Arbeitsschuh nur mit Mühe vom Fuß bekam. Frauen, die ihre Strümpfe herunterrollten, und darunter ein tiefer roter Ring vom Bündchen. Knöchel, an denen man den Knochen nicht mehr sah.
„Fast alle sagten denselben Satz“, erzählt sie. „Morgens ist alles gut, Frau Doktor. Abends sind es Ballons.“ Und fast alle hatten schon einen zweiten Satz gehört, irgendwo, von irgendwem: Das ist eben das Alter.
„Diesen Satz hat mein Vater nie akzeptiert. Er hat gesagt: Ein Fuß, der morgens schlank ist und abends dick, ist kein alter Fuß. Das ist ein Fuß, der den ganzen Tag etwas nicht tun durfte.“
Hans Gilbert (1943–2021) in seiner Praxis in München-Schwabing. 40 Jahre lang saßen Menschen mit dicken Knöcheln auf seiner Liege.
Bevor sie über Schuhe redet, schaut Dr. Gilbert genau hin. „Schwillt nur ein Bein an, plötzlich, mit Schmerz oder Wärme, dann ist das ein Fall für sofort. Bleiben beide Beine auch morgens dick, muss das abgeklärt werden: Herz, Nieren, Medikamente. Aber bei sehr vielen Menschen ist es etwas anderes. Beide Füße, abends dick, morgens wieder schlank, und das seit Jahren. Dann hat meistens nur die Pumpe im Fuß den ganzen Tag nichts zu tun bekommen.“
Bleibt die Schwellung auch morgens? „Dann gehört die Ursache abgeklärt, da bin ich streng“, sagt sie. „Es heißt aber nicht, dass für Sie nichts zu holen wäre. Auch wer ein Lymphödem hat oder Kompression trägt, steckt tagsüber in einem Schuh. Und der drückt dann auf einen Fuß, der ohnehin schon dicker ist.“
Und wer alles hat abklären lassen und bei dem nichts gefunden wurde? „Das ist eine gute Nachricht, auch wenn sie sich nicht so anfühlt“, sagt sie. „Es heißt: Herz und Nieren sind in Ordnung. Und es heißt, dass die Ursache dort liegt, wo man sie sieht: im Tagesablauf und an den Füßen selbst.“
Das klassische Zeichen: Abends steht das Muster des Sockenbündchens in der Haut, morgens ist es verschwunden.
Ihr Fuß hat eine eigene Pumpe
Ihr Fuß ist der tiefste Punkt Ihres Körpers. Das Herz pumpt das Blut mit Druck hinunter, für den Rückweg nach oben hat es kaum noch Kraft. Wer ruhig steht, hat in den Venen am Knöchel rund drei- bis viermal so viel Druck wie jemand, der geht. Der Unterschied ist die Muskelpumpe.
„Unter Ihrer Fußsohle liegt ein dichtes Geflecht aus Venen, wie ein Schwamm“, erklärt Dr. Gilbert. „Bei jedem Schritt wird dieser Schwamm ausgedrückt: Die Ferse setzt auf, das Gewölbe dehnt sich, die Zehen greifen, die Wade hebt den Fuß an. Klappen in den Venen verhindern, dass es zurückrutscht. Das kann man mit Ultraschall messen: Wer nur mit den Zehen kräftig greift, entleert die Fußvenen fast so gut wie beim Gehen.“
Fuß und Wade arbeiten als eine Pumpe: Ferse auf, Gewölbe dehnt sich, Zehen greifen, Wade hebt. Jeder Schritt schiebt Flüssigkeit nach oben.
Diese Pumpe läuft nur, wenn der Fuß sich bewegen darf. Läuft sie nicht, bleibt die Flüssigkeit unten und sickert ins Gewebe. Eine MRT-Studie des Universitätsklinikums Ulm hat das 2024 gemessen, und zwar an gesunden Erwachsenen: Schon nach viereinhalb Stunden Sitzen stand messbar mehr Flüssigkeit im Fuß, hochgelagert blieb er schlank. „Bei gesunden jungen Menschen ist das wenig“, sagt Dr. Gilbert. „Wenn die Venen schwächer werden, es heiß ist oder Medikamente dazukommen, wird daraus der Fuß, der abends nicht mehr in den Schuh passt.“
An dieser Stelle kommt in der Sprechstunde fast immer derselbe Einwand: Ich bewege mich doch den ganzen Tag. „Und das stimmt ja auch“, sagt Dr. Gilbert. „Nur sind acht Stunden hinter einer Theke oder auf der Baustelle etwas anderes als acht Stunden Gehen. Man steht, macht zwei Schritte, steht wieder. Der Fuß trägt die ganze Zeit Gewicht, aber er rollt kaum ab, und die Zehen greifen so gut wie nie.“
Der Daumentest in der Praxis: Bleibt die Delle stehen, steht Flüssigkeit im Gewebe. Ob das harmlos ist, hängt von der Ursache ab.
Woran in der Sprechstunde kaum jemand denkt: der Schuh
„Ich frage meine Patienten, was sie den Tag über an den Füßen tragen“, sagt Dr. Gilbert. „Dann kommt meistens: Ganz normale Schuhe. Und da liegt das Problem. Ich sage das ohne Vorwurf. Sie haben nichts falsch gemacht. Sie haben gekauft, was alle verkaufen.“ Nach ihrer Beobachtung macht ein ganz normaler Schuh zwei Dinge mit einem Fuß, der über den Tag anschwillt.
Erstens: Der Schuh gibt nicht nach. Leder, Kunststoff, feste Kappe: Das Material hat abends dieselbe Weite wie morgens, der Fuß darin hat inzwischen ein paar Prozent mehr Volumen. Also drückt der Schuhrand ab dem Mittag auf die Stellen, über die die Flüssigkeit abfließen müsste: über den Rist und um den Knöchel. „Venenärzte warnen vor engen Sockenbündchen“, sagt Dr. Gilbert. „Ein Schuh, der abends einschneidet, ist nichts anderes als ein sehr großes Sockenbündchen.“
Abends im Flur: Erst wenn der Schuh aus ist, sieht man, wie dick der Fuß über den Tag geworden ist.
Zweitens: Die steife Sohle nimmt der Pumpe den ersten Takt. Die Wade arbeitet beim Gehen mit, in jedem Schuh. Was in einem steifen Schuh ausfällt, ist der Anfang der Kette: Das Gewölbe dehnt sich nicht, die Zehen greifen nicht. „Das fühlt sich nach Halt an“, sagt Dr. Gilbert. „Aber die kleinen Fußmuskeln bekommen den ganzen Tag nichts zu tun. Dazu kommt bei fast allen Alltagsschuhen eine leicht erhöhte Ferse, die Wade arbeitet also aus einer verkürzten Position heraus. Gemessen ist das nur für richtige Absätze: Eine Untersuchung an 30 Frauen zeigte, dass die Wadenpumpe barfuß am besten arbeitet. Ich halte mich an das, was gemessen ist. Flach ist die Richtung.“
Illustration: Abends im starren Schuh. Der Fuß hat zugelegt, der Schuh nicht. Rot markiert ist, wo der Rand jetzt drückt.
Beides zusammen ergibt einen Kreislauf: Der Fuß schwillt an, weil er sich kaum bewegen darf, und je dicker er wird, desto fester drückt derselbe Schuh von außen dagegen. Dr. Gilbert nennt es die Vier-Uhr-Falle. „Der Schuh verursacht die Schwellung nicht“, betont sie. „Die Ursache ist der lange Tag im Sitzen oder im Stehen, im Sommer dazu die Hitze. Aber der Schuh entscheidet bei jedem Schritt mit, wie frei sich der Fuß bewegen kann. Und er ist zwölf Stunden am Tag dran.“
Wie ein Schuh für Venen aussehen sollte, steht übrigens seit Jahren geschrieben. Die Deutsche Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie empfiehlt flache Schuhe aus weichem Material, mit elastischer Sohle und genügend Spielraum für die Zehen. „Lesen Sie das einmal und schauen Sie dann in Ihren Schuhschrank“, sagt Dr. Gilbert. „Bei den meisten Menschen steht dort kein einziger solcher Schuh.“
„Der Fuß pumpt die Flüssigkeit selbst nach oben, dafür muss er sich bewegen dürfen. Genau das lässt stepz zu, während normale Schuhe ihn den ganzen Tag stilllegen.“ – Dr. med. Krause, Phlebologe, München
Die Sohle war das Werk ihres Vaters. Der Schuh ist ihr Werk.
Hans Gilbert ging 2019 in den Ruhestand und wurde ein halbes Jahr später krank. 2021 starb er. In einer Schublade seiner Werkstatt fand seine Tochter einen unfertigen Prototyp und handschriftliche Notizen: eine Entlastungssohle, an der er jahrelang gearbeitet hatte, ohne jemandem davon zu erzählen. Sie hat sie fertig entwickelt. Heute tragen sie mehrere Tausend Menschen.
Zurück blieben Notizbücher und ein halbfertiger Prototyp. Aus ihm wurde die stepz Entlastungssohle.
„Aber eine Sohle liegt in einem Schuh“, sagt sie. „Und ausgerechnet das Bauteil, das den ganzen Tag am Fuß sitzt, hatte ich mir nie angeschaut.“
Also holte sie sich Leute dazu, die jeden Tag mit dicken Knöcheln zu tun haben: Kolleginnen aus der Phlebologie und der Lymphtherapie, Podologen, Physiotherapeuten. Sie stellten Schuhe von Patienten auf den Tisch und maßen nach, wo es abends drückt.
Zehn Monate. 17 Muster. Die ersten zu weich, andere mit Nähten innen, die nach zwei Stunden drückten. Auf dem Papier klang die Anforderung banal: Das Material muss nachgeben, statt zu drücken, und der Fuß muss arbeiten können. In Strick und Gummi war das schwieriger.
Das Ergebnis: die stepz Barfußschuhe.
Barfußschuh heißt dabei nicht, dass Sie barfuß laufen. Es heißt: flache Sohle, die sich biegt, vorne breit, oben weich. Die Sohle ist dünn, aber geschlossen und griffig, Sie stehen sicher darauf. Von außen sieht der Schuh aus wie ein normaler Freizeitschuh, es gibt ihn in Beige und in Schwarz, jeweils mit oranger oder durchgehender Sohle.
Von der Seite sofort zu sehen: kein Absatz, eine durchgehend flache Sohle, ein gestrickter Schaft mit Zugband statt starrer Schnürung.
Die ersten Wochen bei Menschen, die abends nicht mehr in ihre Schuhe kamen
„Die ersten Paare gingen an Testträgerinnen und Testträger, bei denen es am schlimmsten war“, erzählt Dr. Gilbert. „Menschen, die abends nicht mehr in den Schuh kamen, den sie morgens angezogen hatten.“ Die Rückmeldungen kamen in zwei Stufen, und sie legt Wert darauf, beide zu nennen:
- Am ersten Tag: Der Platz ist sofort da. Nichts drückt über dem Rist, nichts schneidet vorne ein, und Sie müssen die Schuhe nachmittags nicht mehr ausziehen.
- Nach ein bis drei Wochen: Viele berichten, dass sie den Schuh abends noch genauso tragen wie morgens und sich im Alltag wieder mehr bewegen, weil nichts drückt. Wie stark die Schwellung selbst zurückgeht, hängt von der Ursache ab und ist von Mensch zu Mensch verschieden.
- In den Rückmeldungen: 93 Prozent sagen, dass die Zehen ab dem ersten Tragen Platz haben, 91 Prozent spüren, wie der Fuß beim Gehen wieder mitarbeitet. Das sind Kundenrückmeldungen aus über 210 Bewertungen, keine Studie.
Eine der ersten Trägerinnen, Karin S. (58), schrieb nach drei Wochen einen Satz, den Dr. Gilbert seitdem oft zitiert: „Ich habe abends den Schuh noch an, den ich morgens angezogen habe. Das hatte ich seit Jahren nicht.“
Ein Fuß, zwei Schuhe: Der gewohnte Schuh schiebt die Zehen zusammen, im Barfußschuh liegen sie nebeneinander.
Was die stepz Barfußschuhe bei geschwollenen Füßen anders machen
Wir fragen Dr. Gilbert, was ihren Schuh von den bequemen Schuhen unterscheidet, die es überall zu kaufen gibt:
- Weicher Strick und verstellbares Zugband: Der Schaft geht mit dem Fuß mit. Jeder Schuh hat sein eigenes Zugband, Sie stellen die Weite also für jeden Fuß getrennt ein.
- Breite Zehenbox: Der Schuh ist vorne am breitesten, und wenn der Fuß über den Tag zunimmt, wird er auch vorne breiter.
- Flache, biegsame Sohle mit Profil: Kein Absatz, keine erhöhte Ferse, und die Sohle lässt sich mit zwei Händen biegen, damit Gewölbe und Zehen arbeiten können. Unten sorgt ein rutschfestes Profil für Halt, auch auf nassen Fliesen. Die Innensohle lässt sich herausnehmen, eigene Einlagen und die stepz Entlastungssohle passen hinein.
- Federleicht und atmungsaktiv: Der Strick lässt Luft an den Fuß, denn Wärme im Schuh treibt die Schwellung zusätzlich an.
- Reinschlüpfen und nachstellen, innen nahtlos: Kein Schnüren, kein Gefummel mit klammen Fingern, und innen gibt es keine Naht, die nach zwei Stunden auf dem Vorfuß reibt.
Illustration: derselbe Fuß am Abend, diesmal im stepz. Vorne bleibt Platz, von außen drückt nichts.
Eine Bedingung war ihr besonders wichtig. „Meine Patientinnen haben mir sehr deutlich gesagt, dass sie keinen Schuh tragen, der nach Sanitätshaus aussieht. Deshalb sieht er aus wie ein normaler Freizeitschuh. Man sieht ihm nicht an, dass er etwas kann.“
„Ein Wunder ist das nicht“, sagt sie. „Der Schuh macht nichts mit dem Fuß. Er hört auf, gegen ihn zu drücken, und er lässt ihn arbeiten. Aber es ist der Weg, den ich meinen Patientinnen empfehle.“
Kein Brett unter dem Fuß: Die Sohle biegt sich beim Abrollen mit und springt zurück.
Abends im stepz: Der Strick gibt über dem Rist nach, statt einzuschneiden.
Fünf Fragen, die in der Sprechstunde immer kommen
Ich sitze den ganzen Tag. Was ändert daran ein Schuh? „Im Sitzen hängt der Fuß unten und das Knie ist abgeknickt, da läuft die Pumpe am wenigsten“, sagt Dr. Gilbert. „Was hilft, sind die kleinen Sachen: die Zehen krallen, die Ferse anheben, jede Stunde einmal aufstehen. Dafür braucht der Fuß Platz. In einem Schuh, der nachmittags schon drückt, macht das niemand freiwillig, und die meisten ziehen ihn unterm Tisch aus.“
Ich gehe kaum noch. Lohnt sich das dann? „Dann zählt jeder einzelne Schritt umso mehr. Die Pumpe braucht keine Spaziergänge, sie braucht Bewegung im Fuß: der Weg zur Haustür, zum Briefkasten, in die Küche.“
Meine Knöchel kommen von den Blutdrucktabletten. „Geschwollene Knöchel sind eine bekannte Nebenwirkung mancher Mittel. Daran ändert ein Schuh nichts, und abgesetzt wird nur nach Rücksprache mit dem Arzt. Was der Schuh ändert, ist der Druck von außen. Ein Fuß, der ohnehin dicker ist, braucht nicht auch noch einen Schuhrand, der sich hineindrückt.“
Und warum dann nicht einfach Latschen? „Diesen Einwand höre ich oft, und er ist berechtigt“, sagt Dr. Gilbert. „Ein Latschen macht Platz, das stimmt. Nur hält er nicht am Fuß. Man schlurft darin, statt abzurollen, und die Zehen krallen sich fest, damit das Ding nicht wegfliegt. Genau das Abrollen ist aber der Teil, auf den es ankommt. Wem Latschen zu Hause reichen, der soll dabei bleiben. Draußen tragen die wenigsten sie gern.“
Hält so ein Strickschuh draußen etwas aus? „Er ist ein Alltagsschuh, kein Wanderstiefel und kein Sicherheitsschuh. Für den Garten, den Hof und den Weg zum Einkaufen ist er gemacht. Die Sohle hat ein Profil und ist dünn, aber nicht dünn wie Papier: Sie spüren den Boden, Sie spüren keine einzelnen Steine. Und wenn er schmutzig ist, kommt er bei 30 Grad in die Maschine.“
Und im Sommer, wenn ich am liebsten offene Schuhe trage? „In der Sandale ist Luft dran, das stimmt. Aber die Riemen liegen als schmale Streifen auf dem Fuß, und genau dort schneiden sie ab dem Nachmittag ein. Ein leichter Strick verteilt den Druck über den ganzen Fuß und lässt trotzdem Luft durch.“
Einen Hinweis gibt sie ausdrücklich dazu: „Wer Diabetes hat und die Füße schlechter spürt, bespricht jeden Schuhwechsel vorher mit dem behandelnden Arzt. Das gilt für meinen Schuh genauso wie für jeden anderen.“
Was Betroffene berichten
⭐ „Von meinen ganzen Schuhen passten zuletzt noch drei Paar, und die auch nur bis mittags. Ab dem Nachmittag hab ich mich reingequetscht oder bin in Latschen gelaufen. In den stepz merke ich den Wechsel gar nicht mehr: morgens rein, abends raus, dazwischen kein Gedanke an die Füße.“
⭐ „Ich sitze acht, neun Stunden am Schreibtisch, dazu Tabletten für den Blutdruck. Abends sahen meine Knöchel aus, als hätte jemand Luft reingepumpt. Die Schuhe hab ich unterm Tisch grundsätzlich ausgezogen. In den stepz lasse ich sie an. Mein Blutdruck ist Sache meines Arztes, die Schuhe sind meine.“
⭐ „Ich bin Pflegekraft, Frühdienst und Spätdienst im Wechsel, abends hab ich meine Knöchel nicht mehr gefunden. Bestellt hab ich nur, weil man sie getragen zurückschicken kann. Nach dem ersten Frühdienst war klar, dass die bleiben: kein Ziehen über dem Rist, nichts, was einschneidet.“
⭐ „Ich bin seit elf Jahren in Rente und laufe wenig, das war ja gerade mein Problem. Abends stand der Sockenrand in der Haut, und meine Tochter hat immer geschimpft. Jetzt mache ich meine Wege im Haus in den stepz. Viel ist das nicht, aber der Fuß hat wenigstens Platz dabei.“
Nur ein Bezugsweg, und eine Warnung
Mit dem Erfolg der Sohle kamen die Nachahmer, und beim Schuh rechnet Dr. Gilbert mit dem Gleichen. „Auf großen Marktplätzen tauchen Schuhe auf, die ähnlich aussehen. Aber von außen sieht man einem Schuh nicht an, ob er innen wirklich Platz lässt. Bei vielen dieser Kopien läuft er vorne doch wieder spitz zu, unter der Ferse sitzt eine Erhöhung, und der Schaft ist ein fester Stoff mit Strickoptik, der abends genauso einschneidet.“
Deshalb gibt es die echten stepz Barfußschuhe nur über den offiziellen Shop unter wearstepz.com. Im Schuhgeschäft oder bei Amazon gibt es sie nicht.
Oben die spitze Vorderkappe und die angehobene Ferse, unten die breite Zehenbox und die durchgehend flache Sohle.
„Ich bin Ärztin, keine Geschäftsfrau“
Wir fragen Dr. Gilbert, warum die stepz Barfußschuhe deutlich weniger kosten als vergleichbare Schuhe im orthopädischen Fachhandel, wo es bei 139 Euro erst losgeht.
„Wir haben den Schuh selbst entwickelt und liefern ihn direkt, ohne Zwischenhändler. Und die Menschen, um die es hier geht, sind selten die, bei denen Geld keine Rolle spielt. Das sind Verkäuferinnen, Pflegekräfte, Handwerker, Lkw-Fahrer, Rentnerinnen und Rentner. Mein Vater hat seine Sohle nicht entwickelt, um reich zu werden. Ich habe den Schuh nicht gebaut, damit ihn sich nur wenige leisten können.“
Deshalb kostet ein Paar aktuell 69 € statt 139 €, der Versand ist kostenlos, und die Bestellung geht innerhalb von 24 Stunden an DHL. Wer zwei Paar nimmt, zahlt zusammen 99 € statt 278 € und bekommt Dr. Gilberts Ratgeber „Wieder leichte Füße am Abend“ gratis dazu, ein paar Seiten für den Kühlschrank.
Zwei Paar nehmen die meisten aus einem von drei Gründen: eins für unterwegs und eins für zu Hause, das zweite für den Partner mit denselben Knöcheln, oder weil sie wissen, dass sie den Schuh täglich tragen werden. Die Aktion gilt, solange der aktuelle Bestand reicht.
Die Aktion im Überblick: ein Paar für 69 € statt 139 €, zwei Paar für 99 € mit dem Ratgeber gratis dazu.
30 Tage Probetragen, auch getragen zurück
Eine Frage kommt besonders oft: Und wenn ich Kompressionsstrümpfe trage?
„Dann tragen Sie sie weiter. Wer Lymphdrainage bekommt, geht weiter hin. Der Schuh ersetzt nichts davon, er arbeitet daneben: Der Strick gibt auch über einem Strumpf dort nach, wo feste Schuhe drücken, und innen gibt es keine Naht, die am Gestrick reibt. Ob er in Ihrem Fall passt, besprechen Sie am besten mit der Ärztin oder dem Therapeuten, die Sie betreuen. Ich meine das ernst, ich bin selbst Ärztin.“
Über dem Kompressionsstrumpf: Der Strumpf bleibt, der Schuh kommt dazu.
„Einen Schuh für Füße, die abends dicker werden, kann man morgens im Laden nicht beurteilen“, sagt Dr. Gilbert. „Deshalb sind es 30 Tage im echten Alltag: auf Ihren Wegen, in Ihrer Schicht, an den langen Tagen. Wenn Sie keinen Unterschied spüren, schicken Sie die Schuhe zurück und bekommen den vollen Kaufpreis erstattet. Auch getragen, auch nach vier Wochen im Alltag. Anders lässt sich ein Schuh nicht beurteilen.“ Praktisch geht das so: Sie schreiben eine kurze Mail an support@wearstepz.com und bekommen die Rücksendeadresse. Eine Begründung brauchen Sie nicht. Über 1.500 Patientinnen und Patienten haben die Vorserien-Paare getragen, bevor der Schuh in den Shop kam. Die 210 Bewertungen dort stammen von Menschen, die ihn bezahlt haben.
Zur Größe noch ein Hinweis: „Nehmen Sie Ihre gewohnte Größe, auch wenn Ihre Füße abends zunehmen. Eine Nummer größer macht einen Schuh nur länger, nicht weiter. Wer zwischen zwei Größen liegt, nimmt die größere. Das gilt auch mit Kompressionsstrumpf: Der Strick gibt darüber nach, die Weite stellen Sie selbst ein.“
Und wenn ein Fuß dicker ist als der andere? „Dann richten Sie sich bei der Größe nach dem größeren Fuß. Jeder Schuh hat sein eigenes Zugband, Sie stellen links und rechts getrennt ein. Genau das kann ein starrer Weitenschuh nicht: Eine Weite ist eine feste Zahl.“
Und eine ehrliche Vorwarnung gibt sie jedem mit: „Wer bisher nur Schuhe mit Absatz getragen hat, fängt die ersten Tage stundenweise an. Wade und Fuß müssen sich an die flache Sohle gewöhnen, ein leichtes Ziehen in der Wade ist am Anfang normal.“
Auf der Parkbank nachgestellt: ein Zug am Band, mehr braucht es nachmittags nicht.
Fazit der Redaktion
Die meisten, die abends dicke Füße haben, haben schon einiges probiert: Hochlegen, kühlen, Wassertabletten, größere Schuhe, Latschen. Woran dabei kaum jemand denkt, sind die Schuhe, in denen der Fuß den ganzen Tag steckt. Dr. Petra Gilbert hat mit Venen- und Lymphspezialisten und über 1.500 Patienten einen Schuh gebaut, der dem Fuß Platz lässt, wenn er dicker wird, und ihn bei jedem Schritt arbeiten lässt. Über 210 Bewertungen später sagt sie selbst: Ein Wunder ist das nicht.
Wenn Ihre Füße und Knöchel abends spannen, drücken und Abdrücke vom Schuhrand tragen: Geben Sie sich diese eine Chance. Mit 30 Tagen Probetragen haben Sie nichts zu verlieren.
Das sagen weitere Betroffene
⭐ „Mit den Kompressionsstrümpfen wurde mir jeder Schuh zu eng, an den kleinen Zehen hatte ich Druckstellen. Bei den stepz hatte ich Angst, dass mir das oben alles abschnürt. Es kam andersherum: Wenn der Fuß nachmittags dicker wird, lockere ich das Band ein Stück.“
⭐ „Ab dreißig Grad wurden meine Füße dick, in Turnschuhen staut sich die Wärme richtig drin. Die stepz sind so leicht, dass ich sie kaum spüre. Ich steh neun Stunden auf hartem Boden und zieh sie abends aus wie morgens.“
Der Sommer ist für viele die schlimmste Zeit: Ab 30 Grad schneidet selbst ein Sandalenriemen ein.
⭐ „Ich stehe seit 30 Jahren an der Kasse. Nachmittags hab ich früher heimlich unter der Kasse den Reißverschluss vom Stiefel aufgemacht. Die stepz trage ich den ganzen Tag, in der Pause lockere ich das Band. Die Schwellung ist abends noch da, aber der Schuh drückt nicht mehr dagegen.“
⭐ „Zur Hochzeit unserer Tochter hatte ich den ganzen Tag feste Schuhe an, abends waren beide Füße dick. Meine Frau hat mir danach die stepz bestellt. Ich war skeptisch, das Ding wiegt ja nichts. Ich trage sie jetzt seit dem Frühjahr jeden Tag, auch im Garten.“
⭐ „Lkw-Fahrer, zehn Stunden sitzen, die Füße hängen runter. Abends bekam ich die Sicherheitsschuhe kaum auf. Im Führerhaus habe ich jetzt die stepz an, die schweren nur noch beim Verzurren. Abends komme ich so leicht raus, wie ich morgens reingekommen bin.“
Fotos von Trägerinnen und Trägern aus dem Alltag: zu Hause, auf dem Gartenweg, beim Spaziergang.
Dr. med. Petra Gilbert, Fachärztin für Orthopädie und Mitentwicklerin der stepz Barfußschuhe.
„Jedes Mal, wenn mir jemand erzählt, dass er abends noch in dem Schuh steckt, den er morgens angezogen hat, denke ich an meinen Vater“, sagt Dr. Gilbert zum Abschluss unseres Gesprächs. „Er hat sein Leben lang gesagt, dass dicke Füße am Abend nicht das Alter sind. Er hätte sich gefreut zu sehen, dass es jetzt einen Schuh gibt, der das ernst nimmt.“
Kommentare
Einen Kommentar hinzufügen ...

Norbert Kaiser
Ich lese das mit Interesse, aber zu enge Schuhe trage ich nun wirklich nicht. Bei mir heißt es Alter und Blutdrucktabletten, da macht ein Schuh gar nichts.
stepz
Das hören wir oft, und die Ursache der Schwellung ändert der Schuh tatsächlich nicht. Er ändert, was den ganzen Arbeitstag über mit dem Fuß passiert: ob er abends eingeschnürt wird und ob er sich beim Gehen bewegen kann. Bei Medikamenten als Auslöser bitte nichts selbst absetzen, sondern mit dem Arzt sprechen.

Brigitte Lohmann
Ich hab schon zweimal neue Schuhe gekauft, eine Nummer größer. Morgens rutsch ich drin rum und abends drücken sie trotzdem. Selbst Ballerinas sind mir abends zu eng. Da glaub ich erstmal gar nichts mehr.

Christa Vogel
Brigitte, das war bei mir genauso. Größer macht den Schuh nur länger, das hab ich auch erst kapiert, als ich die stepz anhatte. Normale Größe nehmen, der Strick geht mit. Meine sind abends nicht enger als morgens.

Roswitha Krämer
habe sie in beige bestellt und war überrascht wie unauffällig sie aussehen. ich hatte klobige gesundheitsschuhe erwartet, so omaschuhe. trage sie jetzt auch zum kaffeetrinken und keiner hat was gesagt

Manfred Stark
Ich hab meine im Frühjahr noch für 139 Euro bestellt und jetzt gibt es sie für 69? Ärgert mich schon. Trotzdem gerade das zweite Paar für meine Frau geordert, die hat abends dieselben Knöchel wie ich.

Ursula Brandt
Ich habe ein Lymphödem und trage Flachstrick mit Zehenkappen. Passt der Schuh über den Strumpf, oder rubbelt der Stoff innen? Im Sanitätshaus heißt es immer eine Nummer größer.
stepz
Vielen Dank für die Frage. Der Schuh ist innen nahtlos, und der Strick gibt über dem Strumpf nach; die Weite stellen Sie über das Zugband ein. Wichtig: Er ersetzt weder Ihre Kompression noch die Lymphdrainage. Bitte besprechen Sie mit Ihrer Lymphtherapeutin, ob er für Sie passt, und testen Sie ihn dann in Ruhe 30 Tage.

Horst Wegner
das mit der pumpe war mir komplett neu. ich sitz seit der rente viel und hab abends dicke knöchel, google sagt sofort herz. war beim hausarzt, alles ok, er meinte bewegen. hab die stepz jetzt für den hund und den einkauf, die socken sitzen abends nicht mehr so tief

Ilse Hartwig
Was ich vorher gern gewusst hätte: die ersten Tage haben meine Waden gezogen, weil die Sohle so flach ist. Hab sie erst nur für den Einkauf angezogen und dann gesteigert. Jetzt den ganzen Tag. Hochlegen mach ich abends trotzdem noch.

Franz Huber
Auf der Baustelle geht des net, da sind Sicherheitsschuhe Vorschrift. Aber ich hab sie im Auto liegen und zieh sie nach Feierabend an, und am Wochenende hab i nix anderes mehr. Abends kommt der Fuß leichter raus, des reicht mir schon.

Marion Ziegler
Wie lange dauert der Versand? Und wo bestellt man die jetzt richtig, ich finde beim Suchen mehrere Seiten mit ganz ähnlichen Schuhen.
stepz
Nur direkt über wearstepz.com, alles andere sind Nachbauten. Der Versand ist kostenlos, wir geben Ihre Bestellung innerhalb von 24 Stunden an DHL und schicken Ihnen die Sendungsnummer per Mail. Bis die Schuhe bei Ihnen sind, dauert es in der Regel fünf bis acht Werktage.

Gisela Rothe
Das mit dem Sockenrand hat mich getroffen. Ich hab jahrelang gedacht, das hat jeder. Hab die stepz seit drei Wochen, nachmittags mach ich sie etwas lockerer. Abends schneidet nichts mehr ein.